Autor: Uwe Trepper

TSV Aufderhöhe holt drei Punkte auf Schalke

TSV Aufderhöhe holt drei Punkte auf Schalke

Der Fußball-Bezirksligist aus Solingen spielte in der Veltins-Arena gegen Bayer Dormagen – und krönte das Erlebnis mit einem 2:0 Sieg.

Solinger Morgenpost vom 02.10.2017 von Alexander Riedel (Text) und Martin Kempner (Fotos)

Mit leuchtenden Augen passierten die Spieler mehr als zwei Stunden vor dem Anpfiff den stilisierten Bergbaustollen, der ins Innere der „Donnerhalle“ führt, und betraten wenige Momente später den Rasen: .Das ist Wahnsinn“, schwärmte An­dreas Schäfer, Verteidiger beim TSV Aufderhöhe, während seine Fußballer-Kollegen vom Mittelkreis aus die ersten Handybilder von ih­rer (vorübergehenden) Heimspiel­stätte knipsten. ,,Die Sessel sind ja gar nicht so luxuriös, keine Sitzhei­zung oder Massagefunktion“, flachste unterdessen Spieler Nico Bleckmann beim Probesitzen auf der Auswechselbank.

Für einen Tag wurde gestern die Gelsenkirchener Veltins-Arena, sonst Heimat des FC Schalke 04, zum Wohnzimmer des Solinger Be­zirksligisten. ,,In so einem Stadion spielen zu dürfen, ist ein Kindheits­traum“, sagte der Aufderhöher Mit­telfeldmann Marco Nyhof, selbst Fan der Königsblauen. Möglich ge­macht hatte das eine Aktion der Brauerei Veltins gemeinsam mit dem Bundesliga-Traditionsclub und dem Amateurfußball-Portal Fupa.net: Bei der hatte sich der TSV mit Vorstellungstext und Bildmate­rial beworben – und unter hunder­ten Konkurrenten den Zuschlag für ein Heimspiel seiner Meister­schaftssaison bekommen.

„Nicht wirklich, oder?“ So habe er auf das Glück des Vereins reagiert, erzählte Yorik Heiber, Sportlicher Leiter der Aufderhöher und Initiator der Bewerbung. Im vergangenen Jahr war der Kreisligist SC Hörstel aus dem Tecklenburger Land in den Genuss der Begegnung unter abso­luten Profi-Bedingungen – vom Be­nutzen des Entmüdungsbeckens bis zur anschließenden Pressekonfe­renz – gekommen.

Doch bei aller Begeisterung über das spezielle Erlebnis stellte TSV­Trainer Daniel Redmer kurz vor der Abreise im Schalker Mannschafts­bus gestern Vormittag klar: .Der Fo­kus muss auf dem Spiel liegen“. Denn schließlich ging es für die Mannschaft von der Höher Heide am neunten Spieltag der Bezirksligasaison  um  wichtige  drei  Punkte  gegen  einen  Tabellennachbarn:  Vor  der  Partie  lag  der  TSV  mit  sechs  Zäh­lern  auf  dem  vorletzten  Platz,  einen  Punkt  hinter  Gegner  Bayer  Dorma­gen.  ,,Entscheidend  wird  sein,  wer  mit  dem  Druck  besser  umgeht“,  be­tonte  Yorik  Heiber.

Nicht  nur  das  Ambiente  war  für  die  Solinger  Kicker  ungewöhnlich,  sondern  auch  die  Resonanz:  Sechs  Fan-Busse  mit  über  300  Anhängern,  dazu  noch  mehrere  hundert  weitere Fußballfans  in  ihren  eigenen  Autos  machten  sich  gestern  von  der  Klin­genstadt  und  Dormagen  auf  ins  Ruhrgebiet  und  besetzten  bei  frei­em  Eintritt  die  Haupttribüne.  ,,Mein  Enkel  spielt  in  der  Jugend  beim  TSV“,  verriet  Rainer  Hierl,  der  mit  seiner  Familie  nach  Gelsenkirchen  gereist  war,  und  schickte  mit  Blick  auf  den  Tabellenstand  des  Aufstei­gers  hinterher:  ,,Es  wäre  ganz  wich­tig,  wenn  die  Aufderhöher  drei  Punkte  holen  würden.“

Um  kurz  nach  13  Uhr  trafen  die  Spieler  am  Stadion  ein:  ,,Die  Bus­fahrt  war  erstaunlich  ruhig“,  gab  Andreas  Schäfer  zu  Protokoll  –  und  schwärmte  gleich  von  der  Heimka­bine:  ,,Die  ist  so  groß  wie  alle  Räume  bei  uns  im  Verein  zusammen.“

Dort,  wo  sonst  Stars  wie  Leon  Go­retzka  oder  Nabil  Bentaleb  ihre  Tri­kots  überstreifen,  machten  sich  kurz  vor  dem  Spiel  die  Aufderhöher  gegenseitig  Mut  für  die  besonderen  90  Minuten  –  und  erhielten  mentalen  Beistand  von  einer  Schalker  Le­gende:  .Burofighter“  Mike  Büskens  war  als  Mannschafts-  Pate  zu  einer  Ansprache  in  die  Kabine  gekommen  und  führte  sogar  Einzelgespräche.  .Der  Inhalt  bleibt  in  der  Kabine“,  schmunzelte  er  anschließend  beim  Plausch  mit  Stadionsprecher  Dirk  Oberschuhe-Beckmann.

Im  Innenraum  ertönte  unterdes­sen  aus  den  Boxen,  leidenschaftlich  mitgesungen  vom  Solinger  Anhang,  die  Hymne  des  Gastgebers:  ,,Opda, Opda,  Opdahüh“  schallte  es  statt  des  gewohnten  Steigerliedes  durch die  Arena.

Dann  war  es  schließlich  soweit:

Schiedsrichter  Uwe  Schandri  gab  das  Spiel  frei.  Und  die  erste  Halbzeit  bot  zunächst  aus  Solinger  Sicht  durchaus  Anlass  für  Sorgenfalten.  Die  rheinischen  Gäste  erspielten  sich  eine  optische  Überlegenheit,  bei  den  Aufderhöhern  hingegen  lief  eher  wenig  zusammen.  Das  änderte  sich  im  zweiten  Durchgang.  ,,Wir  haben  uns  reingekämpft  und  sind  sicherer  geworden“,  analysierte  Do­minic  Vieth,  zweiter  Geschäftsfüh­rer  beim  TSV,  nach  Spielschluss.

Das  zahlte  sich  aus:  Der  einge­wechselte  Malte  Gregor  schlenzte  den  Ball  in  der  72.  Minute  ins  lange  Eck.  Kevin  Engels  machte  sechs  Mi­nuten  später  per  Kopf  alles  klar.  ,,Hier  spielen  wir  jetzt  immer“,  scherzte  Vieth  nach  Abpfiff.  Zum  Schluss  gab  es  für  beide  Mannschaf­ten  noch  eine  Feier.  ,,Das  war  ein  einmaliges  Erlebnis,  das  wir  gründ­lich  aufgesogen  haben“,  schwärmte  Vieth.  Und  die  magische  Zahl  von  1000  Besuchern  hat  der  TSV  auch  noch  übertroffen  –  zumindest  nach  offizieller  Lesart  pilgerten  gestern  insgesamt  1204  Fans  in  die  Arena.

 

Ab in die Veltins Arena auf Schalke

 

 

„Wir heben ab“ Kinderspielfest der Turnabteilung 17.09.2017

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Weitere Bilder findet ihr unter „Turnen –> Aktuelles Turnen“

Felix Kugel für Engagement-Preis nominiert

 

 

 

 

21-jähriger Solinger für Engagement-Preis nominiert

Felix Kugel ist seit Jahren als ehrenamtlicher Betreuer für den TSV Aufderhöhe aktiv. Vom Solinger Sportbund wurde er bereits dafür geehrt.

Von  Michael  Kremer (Solinger Tageblatt vom 21.08.2017)

Mit  seinen  21  Jahren  kann  Felix  Kugel  schon  auf  eine  be­achtliche  Karriere  beim  TSV  Aufderhöhe  zurückblicken  –  als  aktiver  Sportler  und  ehren­amtlich  als  Betreuer  verschie­dener  Gruppen.  Letzteres  wur­de  im  vergangenen  April  von  der  Sportjugend  Solingen  durch  die  Verleihung  des  Eh­renamtspreises  JubEhr  (,,Ju­gend  belohnt  Ehrenamt“)  ge­würdigt.  Gleichzeitig  hat  die  Sportjugend  den  Solinger  für  die  Verleihung  des  Deutschen  Engagement-Preises  vorge­schlagen.  Der  21-Jährige  ist  damit  der  einzige  Solinger  unter  den  bundesweit  insgesamt  685  Nominierten.

Sowohl  der  Jugend-be­lohnt-Ehrenamt-Preis  als  auch  die  Nominierung  für  den  Enga­gement-Preis  haben  Felix  Ku­gel  überrascht.  ,,Eigentlich  habe  ich  nur  das  gemacht,  was  mir  ohnehin  Spaß  macht“,  sagt  der  21-]ährige.  Das  sind  zum  einen  der  Sport  und  zum  ande­ren  die  Zeit  anderen  diesen  zu  vermitteln. „Wer  in  der  Turnhalle  groß  wird,  kann  gar  nicht  anders“,  sagt  seine  Mutter  Dagmar  Ku­gel.  Sie  ist  die  Geschäftsführe­rin  der  Turn-Abteilung  des TSV.  Familiär  vorbelastet  ist  ihr  Sohn  Felix  auch  durch  Va­ter  Ernst.  Er  ist  der  Vereinsvor­sitzende.  Beiden  hat  es  Felix  Kugel  durch  die  Familienmit­gliedschaft  auch  zu  verdanken,  dass  er  gewissermaßen  von  Ge­burt  an  TSV-Vereinsmitglied  ist.

Zunächst  hat  er  seine  Sport­begeisterung  aktiv  in  verschie­denen  Sportarten  ausgelebt  –  vom  Kinderturnen  bis  zum  Einradhockey.  Als  13-Jähriger  hat  er  seine  erste  Übungslei­terausbildung  absolviert  und  ist  seither  ehrenamtlich  im  Verein  aktiv.  .Es  macht  ein­fach  Spaß“,  begründet  er  sein Engagement.  ,,Das  Interesse  am  Sport  und  daran,  andere  zum  Sport  zu  bringen,  kann  man  nicht  lernen,  das  kommt  aus  einem  selbst“,  sagt  er.

„Schon die Nominierung ist eine Ehre“ Felix  Kugel  Ehrenamtler

Dass  diese  innere  Leidenschaft  bei  ihm  stärker  als  bei  anderen  Altersgenossen  ausgeprägt  ist,  zeigt  sich  auch  bei  seinem  Be­rufswunsch.  Der  Solinger  stu­diert  Sport  und  Biologie  in Wuppertal,  Langfristig  auf  Lehramt“,  sagt  er.  Dann  kann  der  21-Jährige  sein  Hobby  und  sein  Engagement  zum  Beruf  machen.

Vor  diesem  Hintergrund  ist  er  auch  etwas  erstaunt,  dass  ihm  dies  jetzt  sogar  einen  bun­desweiten  Preis  einbringen  könnte.  Der  JubEhr-Preis  kam  für  ihn  schon  überraschend.  Die  Nominierung  für  den  bun­desweiten  Preis  noch  mehr.  Dass  er  sich  dabei  nicht  wirk­lich  eine  Chance  auf  den  Preis  ausrechnet,  ist  für  ihn  zweit­rangig:  ,,Schon  die  Nominie­rung  ist  eine  Ehre“,  sagt  Felix  Kugel.

140 Jahre TSV Solingen-Aufderhöhe 1877 e. V.

 

Diese Bilder wurden uns freundlicher Weise von Marc Hoelterhoff zur Verfügung gestellt. Eine weitere Auswahl von mehr Bildern folgt in Kürze.

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Bericht Solinger Tageblatt vom 20.02.2017 über Kinderkarneval im TSV

Fröhliche Stimmung beim TSV in der Cobra. Der Aufderhöher Sportverein hatte zum 33. Kinderkarneval eingeladen.

Von Jutta Schreiber-Lenz (Solinger Tageblatt vom 20.02.2017)

Merscheid. Wie man im Karne­val eine „Rakete“ zündet, hat­ten die kleinen Narren und Närrinnen am Sonntagnach­mittag in der Cobra schnell be­griffen. Emsig und mit Feuerei­fer trampelten sie auf den Saal­boden der Cobra, klopften sich auf die Schenkel und schmis­sen die Arme zu einem lauten ,,HOOOH“ in die Luft.

Auch das· dreifache „Solig lot jonn“ klappte im Probelauf prima, den Moderatorin Kirs­ten Stolze von der Bühne he­rab abhielt. schließlich galt es, die 270 Kinder und ihre Eltern, die mit originellen und farben­frohen Verkleidungen gekom­men waren, für den angemes­senen Beifall fit zu machen, der im Laufe des Nachmittags im­mer wieder für das vielfältige Programm gespendet wurde.

Jede Menge Spaß beim Schaumkuss-Wettessen

Das 15-köpfige Organisations­team des Kinderkarnevals hat­te auf den bewährten Mix aus Bühnen-Vorführungen und Bewegung gesetzt. Und so gab eine „Schwungtuch-Polonai­se“ am Anfang den kleinen Feen, Schlümpfen, Zebras, Su­permännern oder Marienkä­fern und ihren erwachsenen Begleitern Gelegenheit, sich buchstäblich erst einmal warmzulaufen. Bei Würstchen, Frikadellen und Limo konnten sie dann den Tänzen der Hip-Hop- oder Turngruppen des TSV zu­schauen, die extra für diesen Tag einstudiert worden waren. Eifrig und konzentriert absolvierten die kleinen Tänzerin­nen ihre Auftritte, bevor sie er­leichtert in ihre Karnevalskos­tüme stiegen und sich in die ausgelassene Schar der Party­gäste einreihen konnten.

Das Schaumkuss-Wettessen. auf der Bühne brachte erneut eine Menge Spaß in die jecke Zuschauerschar: Nur mit dem Mund, ohne die Hände benut­zen zu dürfen, entpuppten sich die schokoladigen Gesellen als recht widerspenstig.

Im Laufe der Stunden rutschte schließlich die eine oder andere Prinzessinnen ­Krone auf halbmast, hielt die Darth-Vader-Maske nicht mehr über den Brillengläsern und war so manche Luft­schlange von den Tischen auf den Boden gerutscht und von rennenden Füßen plattge­trampelt worden.

,,Wir veranstalten den Kin­derkarneval nun zum 33. Mal“, sagte Manfred Heim, Urgestein des TSV Aufderhöhe, langjäh­riger Leiter der Schwimmab­teilung und als „Kasper Man­fred“ lange Frontmann der Veranstaltung für den   Ver­einsnachwuchs. ,,Auf einem Kostümball für die Großen ent­stand damals die Idee dazu.“ Heute agiert er nur mehr im Hintergrund, lässt es sich aber nicht nehmen, dabei zu sein, so wie diesmal im zünftigen Ma­trosen-Look.

Derweil ließ Kirsten Stolze „ihre“ Kinder auf und vor der Bühne noch einmal kräftig to­ben „Wenn der Elefant in die Disco geht…“ schallte es aus den Lautsprechern und ani­mierte zum Stampfen und Klatschen.